Gerade neulich schwelgte ich wieder in Reise-Erinnerungen, als ich einer Freundin von einem meiner Lieblingsorte vorschwärmte: Bali, die Insel der Götter. Nicht umsonst so genannt, ist der Name spürbar Programm.

Ich hatte das große Glück, ganze zwei Monate auf dieser traumhaften Insel verbringen zu können. Wenn ich an die frühmorgendlichen Sonnenaufgänge über den Reisfeldern denke, die sich täglich vor meinen Augen erstreckten, sehne ich mich nach dieser Ruhe, dem warmen, glühenden Licht und den Naturgeräuschen zurück, die noch heute als wäre es gestern gewesen in meinen Ohren klingen.

Nachts mit Dschungelgeräuschen einzuschlafen, stellte mich die ersten Tage übrigens vor eine richtige Herausforderung – es ist lauter als man denkt und manchmal fragt man sich, ob das Tier nun wirklich draußen oder direkt neben einem sitzt. Zimperlich sollte man also nicht sein. Obwohl ich zugebe, dass der Gedanke an so manches Insekt mir kalte Schauer über den Rücken jagte.

Selten jedoch habe ich mich so verbunden und eins mit mir und meiner Umgebung gefühlt. Geräusche, Gerüche, das Licht und die Qualität der Luft um uns besitzen wirklich magische Kräfte!

Der Wald als heiliges Refugium

Genauso geht es mir übrigens auch, wenn ich in den Wald gehe. Wer sich schon mal etwas eingehender damit beschäftigt hat, der weiß, dass Bäume und Sträucher als lebende Organismen bestimmte Stoffe absondern und sogar miteinander kommunizieren – war dir das bewusst? Sie tauschen untereinander Informationen aus, warnen sich vor „Eindringlingen“, Schädlingen, und sondern bestimmte Pflanzenstoffe ab, um sich vor diesen zu schützen.

Diese Pflanzenstoffe atmen wir in der Natur ein und sie stellen einen hervorragenden Zellschutz dar. Durch die antioxidative Wirkung schützen sie deine Zellen vor Degeneration durch freie Radikale. Diese entstehen eigentlich ständig im Körper – vermehrt natürlich, wenn du schädlichen Gewohnheiten fröhnst wie Rauchen, Alkoholkonsum, Medikamenteneinnahme, übertriebene Sonnenbäder oder sogar übermäßiger Sport. Dazu kommt bei vielen Menschen die einseitige, vitalstoffarme Ernährung und mit Pestiziden belastete Lebensmittel, die ihr Übriges tun.

Ist das Gleichgewicht der freien Radikale und Antioxidantien gestört und befinden sich die freien Radikale in der Überzahl, sieht es für deinen Zellschutz schlecht aus. Vorzeitige Hautalterung, also Falten, sind „nur“ die optische Folge! Wir tun also gut daran, uns so viele Gelegenheiten wie möglich zu schaffen aufzutanken, uns zu erden, und diesem Ungleichgewicht entschieden entgegen zu treten.

Verbindung mit Mutter Erde

Erdung ist gleichermaßen wichtig. Die Erdenergie setzt enorme Selbstheilungskräfte in Gang. Barfuß laufen, wie wir es als Kinder immer gern und oft getan haben, stellt heute leider eher die Ausnahme dar. Das Tragen von gewöhnlichen Schuhen (oft mit Gummisohle) schirmt den Träger von der Elektrizität der Erde ab. Vereinfacht gesagt besitzt die Erdoberfläche negative Ladung, die Erdatmosphäre eine positive. Laufen wir barfuß, kommt es zu einer Harmonisierung und Beruhigung unseres gesamten Nervensystems. Der Körper findet in sein Gleichgewicht zurück. Zudem hilft uns der Kontakt mit der Erde Säuren im Körper abzubauen. Spätestens seit David Wolfe ist „Grounding“ und „Earthing“ vielen Menschen in der Rawfood- und Naturheilszene ein Begriff, mit dem es sich lohnt, sich auseinanderzusetzen.

Ich denke, viele unserer Zivilisationskrankheiten würden verschwinden, würden wir uns wieder mehr an den Gewohnheiten der Naturvölker orientieren. Der sogenannte westliche Fortschritt ist oftmals leider auch ein Rückschritt. Wenn wir uns auf unsere Wurzeln besinnen und uns mit der Natur wieder verbinden, ist Heilung auf allen Ebenen möglich.

Gerne möchte ich mit dir hier noch ein paar wundervolle Bali-Impressionen teilen. Enjoy!